Der Sozialpreis GLORIA wurde im ORF-Landesstudio Tirol am Donnerstag, 4. Oktober vergeben. Die NMS/HS Hippach war unter den vier Nominierten.
Zum bereits achten Mal wurde heuer der Sozialpreis Gloria, gestiftet von der Tiroler Sparkasse, verliehen. Aus den insgesamt 30 Einreichungen - davon 2 aus dem Bezirk Schwaz - hat die Jury diesmal vier Projekte nominiert. Die Preisverleihung und Bekanntgabe des Gewinners fand am 4. Oktober im ORF Landesstudio Tirol statt.
"Als gemeinwohlorientierte Sparkasse gefällt uns dieses Projekt sehr. Die Vergabe dieses Sozialpreises drückt die Wertschätzung für Menschen und Organisationen, die sich für die Mitmenschen einsetzen, aus und macht diese Menschen sichtbar.
Die Neue Mittelschule / Hauptschule Hippach mit dem Projekt "Brückenbauen" und der Sozialmarkt "Barbara Laden" leisten einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft", lauten die anerkennenden Worte von Mag. Harald Wanke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Schwaz Schwaz.
Die vier Nominierten:
Neue Mittelschule / Hauptschule Hippach: Mit ihrem Projekt „Brückenbauen“ helfen die Kinder der NMS/HS Hippach Altersgenossen in weniger privilegierter Lage. Seit nunmehr sechs Jahren sammeln die Hippacher Schüler Sach- und Geldspenden für Kinder in Not aus aller Welt. Zudem organisieren sie alljährlich Weihnachtsgeschenke für rund 300 Kinder. Im Laufe der Jahre sind zahlreiche Hilfsprojekte entstanden, bei denen auch andere Vereine und die Angehörigen der Schüler mithalfen. Durch ihr Engagement lernen die Hippacher Schüler, dass es ebenso erfüllend ist zu geben, wie zu nehmen.
Sozialmarkt Barbara Laden: Im Jahr 2006 entstand auf Initiative von Pfarrer Rudolf Theurl in Schwaz der „Verein Barbara Laden“. Ziel war es, Menschen in sozialer Not zu helfen. Heute besuchen täglich bis zu 40 Personen den Sozialmarkt, in dem dank so genannter Warenpatenschaften Produkte des täglichen Bedarfs zu erschwinglichen Preisen angeboten werden. Zudem finden die Menschen im Sozialmarkt immer ein offenes Ohr für ihre Probleme und Anliegen. Dadurch hilft die Initiative, die mittlerweile auch von der Diözese Innsbruck gefördert wird, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch zwischenmenschlich.
Helfende Hände Tarrenz: Seit nunmehr 19 Jahren lindert der Verein Helfende Hände Tarrenz schnell und unbürokratisch soziale Notlagen. Viele tausend ehrenamtliche Arbeitsstunden absolvierten die Frauen und Männer des Vereins bisher in ihrem Dorf – vom Essen auf Rädern über die Einsamen-Betreuung bis hin zum Verleih von Heilbehelfen reicht die Palette an Hilfsdiensten. Zwölf Frauen und zwei Männer leisten derzeit beim Verein Helfende Hände Tarrenz ehrenamtlich Hilfe und machen ihren Ort damit zu einem Zentrum der Menschlichkeit.
Janette Schneider: Mit der Lienzerin Janette Schneider wurde eine Einzelperson nominiert, die seit Jahren dafür arbeitet, das Zusammenleben zwischen Menschen verschiedener Herkunft zu fördern. Sie tut dies mit ihrem Verein „Weltbüro Lienz“, der einen Treffpunkt und eine Plattform des Austausches für alle Lienzerinnen und Lienzer darstellt – egal ob diese hier geboren wurden oder erst kürzlich in Osttirol ihre neue Heimat gefunden haben. Für Janette Schneider sind alle Menschen, die zusammen an einem Ort leben, eine Gemeinschaft und daher tut sie alles, um dieses Gefühl in allen Bewohnern zu wecken. Von regelmäßigen Treffen, über gemeinsame Kurse bis hin zu verschiedene Veranstaltungen - gemeinsame Aktivitäten verbinden. Und genau das nutzt Janette Schneider, um den Menschen zu verdeutlichen, dass alle Mitglieder einer Gesellschaft zusammengehören. Sie hat damit das Leben zahlreicher Einheimischer wie Zugereister nachhaltig geprägt und zum Positiven verändert.
Der Sozialpreis Gloria: Der Sozialpreis Gloria ist eine Idee des Vereines RollOn Austria, Initiative zur Förderung behinderter Menschen. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist undotiert. Gestiftet wird der Preis - eine Skulptur von Patrizia Karg - von der Tiroler Sparkasse. Die Idee für dieses sinnvolle Projekt wurde vor fast 10 Jahren vom Verein RollOn Tirol, der sich der Förderung von behinderten Menschen verschrieben hat, entwickelt. Ziel der „Gloria“ ist es, Menschen (Schulen, Organisationen, Vereine, etc.) für ein besseres Miteinander in Tirol zu sensibilisieren und auch zu mobilisieren. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist undotiert.
Die Gewinnerin des Preises GLORIA 2012 ist Janette Schneider mit ihrem Verein "Weltbüro Lienz". Herzliche Gratulation!
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