Ungefähr 45 Schüler und die Deutschlehrer der ersten Klassen fieberten schon seit einiger Zeit ihrer ersten Lesenacht entgegen, die dann endlich von Freitag auf Samstag letzter Woche (21. - 22.04.06) stattfand...
Wenn ich unsere erste Lesenacht nur ganz kurz beschreiben dürfte, würde ich einfach sagen: "Lässig wars!"
Doch da der Ablauf und das besonders gruselige Ende auch für viele andere interessant sein dürfte - lest hier, was sich in der Nacht von Freitag auf Samstag, unserer Lesenacht, so alles ereignet hat:
Alles begann damit, dass sich die Schüler der 1a- und 1b-Klasse im Turnsaal einfanden, um nach einer kurzen Begrüßung durch Frau Keiler und den Herrn Direktor sowie einem Begrüßungsspiel gleich frisch an die ersten Aufgabe zu gehen: Lesezeichen basteln!
Danach teilten sich die Kinder je nach Farbe ihres Lesezeichens in vier Gruppen auf und begannen damit, gemeinsam die vier Stationen zu meistern. Entspannen konnten die Unerschrockenen bei einer Videosequenz passend zu unserem Thema "Märchen, Sagen, Gruselgeschichten" bei Herrn Hammerle.
Nach dieser Runde waren Kondition und Spürsinn gefragt, denn die Gruppe musste bei Station 2 mit einer Taschenlampe bewaffnet eine Ralley durchs (verdunkelte) Schulhaus absolvieren. Ziel war es, die Teile einer Sage, die in verschiedenen Räumlichkeiten versteckt waren ausfindig zu machen, zu ordnen und aufzukleben (Betreuung: Frau Seidner).
Nichts für schwache Nerven war die dritte Station - unser Gruselmärchen - bei der erstmals in der Geschichte die echten Körperteile eines Gespenstes herumgereicht wurden. Zum Schutze der Schüler natürlich bei verbundenen Augen, denn man weiß ja nie, wozu so ein Geist nachträglich noch fähig ist... Das Quietschen und Schreien mancher Teilnehmer hat ihn jedenfalls garantiert für die nächsten 100 Jahre vertrieben! (Betreuung: Frau Bachlechner und Frau Ritzl)
Zu guter Letzt gab es noch die "Theaterstation", bei der die Kinder unter fachmännischer Anleitung von Frau Keiler ihre schauspielerischen Ambitionen bewiesen: Ein Märchen sollte pantomimisch dargestellt werden und es gelang wirklich jeder Gruppe sehr gut!
Nachdem alle die Stationen heil überstanden hatten, traf man sich wieder im Turnsaal. Dort führte jede Gruppe nochmals für alle das Märchen auf, das sie zuvor bei der Theaterstation eingeübt hatte. Das Publikum durfte raten, um welches Märchen es sich handelte und lag dank der sehr guten schauspielerischen Talente immer richtig.
Und dann kam der Schluss unserer Lesenacht: Die Sage "Der Tuxer Riese" , eine Gute-Nacht-Geschichte vorgetragen von den Lehrern. Plötzlich geschah das Unfassbare: Der Riese erschien tatsächlich! Damit hatte natürlich niemand gerechnet und das Quietschen und Schreien im Turnsaal übertraf jedes Tokio-Hotel-Konzert. Doch so schnell das Ungetüm (Höhe: mindestens 4 Meter!) durch den Geräteraum in den Turnsaal gekommen war, so schnell war es auch wieder verschwunden. Und die Mutmaßungen nehmen bis heute kein Ende: War es der Herr Direktor und der Herr Lehrer Keiler oder doch der Tuxer Riese höchstpersönlich?
Wir werden es nie erfahren...
(Immerhin existiert ein recht unscharfer Schnappschuss von unserem Überraschungsgast!)
Diesen Schock verarbeiteten die einen mit einer Entspannungsphase...
...andere waren aber auch dadurch nicht umzuwerfen und sahen selbst kurz vor Mitternacht immer noch aus wie das blühende Leben...
Irgendwann - der Samstag war bereits angebrochen - schliefen dann alle (?). Die Damen bezogen den Turnsaal, die Herren richteten sich im Videoraum häuslich ein. Nach einer aufregenden Nacht genossen wir noch ein kleines Frühstück in der Schule (Danke an die Bäckerei Bacher für den guten Preis pro Gebäck!), räumten gemeinsam auf und um kurz nach 8.00 Uhr früh waren bereits alle Kinder abgeholt.
Kurz gesagt: Es war für uns alle ein tolles Erlebnis!!!
Abschließend möchte ich noch all jene erwähnen, durch die eine gelungene Lesenacht erst möglich wurde: Meine Kollegen Frau Keiler (Planung), Frau Seidner und Herr Hammerle (Ausführung), Frau Julia Ritzl von der VS Tux, die sich spontan entschloss uns unter die Arme zu greifen und die sehr Lesenacht-erprobt ist, der Schulwart (Danke fürs Aufräumen und Putzen!), der Herr Direktor und natürlich der Riese!
Ein großer Dank ergeht besonders an die Teilnehmer dieser Lesenacht aus der 1a und 1b, die durch ihre Begeisterung aber auch Disziplin entscheidend zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben!
Einen herzlichen Dank an alle, es war "einfach lässig"!
Barbara Bachlechner
P.S.: Dank der guten Kontakte von Marco Hanser aus der 1a zum Radiosender "Radio Unterland" werden wir voraussichtlich am Mittwoch oder Donnerstag Vormittag mit einem kurzen Beitrag über unsere Lesenacht vertreten sein!
Interviewt wurden einige von uns bereits und falls wir es am Mittwoch oder Donnerstag nicht "live" hören, wird das Gesendete auf CD gebrannt und uns zur Verfügung gestellt, vielen Dank an Radio Unterland!
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