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Der Sieg über den Drachen

Christoph hat ein spannendes Märchen geschrieben, das du unbedingt lesen solltest.

 

Es war einmal ein König, der nur eine einzige Tochter besaß. Die Prinzessin war so wunderschön, dass ein jeder Jüngling sie zur Braut haben wollte. Der König sprach: "Wem es gelingt, den bösen feuerspuckenden Drachen in unserem Schlosskeller zu besiegen, dem werde ich meine Tochter zur Frau geben!" Viele mutige Männer aus dem ganzen Reich versuchten ihr Glück. Schwer bewaffnet stieg einer nach dem anderen in das dunkle Verlies, doch keiner von den Jünglingen kehrte je wieder zurück.

Viele Jahre vergingen, bis eines Tages ein hübscher Prinz auf seinem Ross des Weges kam. Er sah die hübsche Prinzessin und verliebte sich sogleich in sie.

Kurz entschlossen stieg auch er in den Schlosskeller hinunter, um den Drachen zu besiegen. Da der Prinz niemals Waffen trug, war das einzige, was er zur Verteidigung bei sich hatte, seine lange Pferdepeitsche. Von weitem hörte der Prinz schon das laute, fürchterliche Fauchen des Drachens. Feuerblitze erhellten die Dunkelheit. Angst überfiel den Jüngling, als er sich dem Ungeheuer näherte. Und wie immer, wenn er Angst hatte, fing der Prinz an ein Liedchen vor sich hin zu pfeifen. Da bemerkte er, dass es plötzlich mucksmäuschenstill wurde. Der Prinz wagte einen Blick auf den Drachen und sah, dass dieser von seinem Pfeifen friedlich eingeschlummert war. Blitzschnell band der Prinz das eine Ende der Peitsche um den gefährlichen langen Schwanz des Drachens. Den Rest wickelte er ein paarmal um den riesigen Körper und verknotete ihn schließlich um das Maul des Ungeheuers. Nun konnte nichts mehr passieren: Der Drache war fest zu einem Knäuel zusammengebunden.

Mühsam rollte der Prinz den schweren Drachen die Kellertreppe hinauf. Die Menschen jubelten, als der Prinz das schlafende Ungeheuer vor den König legte. Der König selbst versetzte dem Ungeheuer mit dem Schwert den Todesstoß.

Bald darauf wurde Hochzeit gefeiert und beim Festmahl wurden verschiedene Drachenspezialitäten serviert. Der Prinz und die Prinzessin lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.

Christoph hat das Märchen auch mit einigen Bildern illustriert.