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04.10.2007 Vortrag "Lutu"

Bernhard Hausberger hielt einen aufrüttelnden Vortrag gegen das Rauchen.

 

Der bekannte Zillertaler Videofilmer Bernhard Hausberger hielt in der HS-Hippach am Donnerstag vor Dritt- und Viertklasslern einen eindrucksvollen Vortrag gegen das Rauchen. Dabei erzählte er auch von seiner Lungentuberkulose...

 

Die Nacht auf den 9. Jänner 2005 war eine besondere: Bernhard Hausberger feierte 50. Geburtstag - und nahm dies zum Anlass, um mit dem Rauchen aufzuhören. Und auch den 17. Mai 2005 wird der Kaltenbacher nie vergessen: Damals wurde er mit der Diagnose Lungenkrebs konfrontiert. "Tumor links - sehr groß" lautete die niederschmetternde Auskunft des Arztes.

Keine Selbstaufgabe

Nach dem ersten Schock erinnerte sich der Zillertaler einer seiner besonders ausgeprägten Charaktereigenschaften: seines Optimismus. "Aufgeben tut man einen Brief - ich werde mich selbst nicht aufgeben und kämpfen, egal wie es ausgeht", teilte er seinen Freunden via E-Mail mit. Dabei war sein Optimismus eigentlich unbegründet. "Tumore mit einem Durchmesser von drei Zentimetern können bereits tödlich sein, meiner maß acht mal 7,5 mal fünf Zentimeter", erklärt Bernhard Hausberger. Und ergänzt: "Mein Glück war, dass der Tumor noch keine Metastasen gebildet hat."

Er sagte dem LU-TU, wie er seinen Lungentumor taufte, den Kampf an. Und gewann - logischerweise dank des hohen medizinischen Standards und der Kunst der behandelnden Ärzte. Chemotherapien und eine Operation, bei der ihm von Thomas Schmid nicht nur der Tumor, sondern gleich der gesamte Lungenflügel entfernt worden ist, führten letztlich zum Sieg über den Krebs. "Aber es hat sicherlich auch das Vertrauen in die Ärzte und die Zuversicht des Bernhard eine wichtige Rolle im Gesundungsprozess gespielt", ist Gattin Karin überzeugt, "er war nie depressiv - im Gegenteil: durch die Art seines Umganges mit der Krankheit hat er die ganze Familie aufgerichtet."

In einem Videofilm dokumentieren Bernhard und Karin Hausberger alle Stationen der Krankheit von der ersten Diagnose bis zur Nachbehandlung. "Es war eigenartig", sinniert er über die Filmarbeit, "der Filmer Hausberger hat den Krebspatienten Hausberger beobachtet."

Der Streifen ist ein aufrüttelndes Manifest gegen das Rauchen und wurde bereits an mehreren Schulen gezeigt. "Für mich als fanatischen Filmer war es selbstverständlich, dass ich auch über meinen LU-TU einen Film erstelle", betont er. Er setzte sogar durch, dass sein Clubkollege Armin Naschberger im OP die Lungenoperation filmen durfte.

Hier noch einige Aussagen von Schülern:

Mich hat am meisten beeindruckt, dass er nie seinen Lebenswillen verloren hat.

Ich habe mir vorgenommen, dass ich nie im Leben eine Raucherin werden will.

Ich habe mir vorgenommen, nie mit dem Rauchen anzufangen.

Mich hat am meisten beeindruckt, dass er den Lungenkrebs überlebt hat.

Bernhard Hausberger hat immer an seine Heilung geglaubt und hatte sogar den Mut das Ganze zu filmen. Er hat eine sehr positive Lebenseinstellung.

Mich hat am meisten fasziniert, dass er immer so fröhlich und humorvoll war.

Dass er das mit seiner Willenskraft geschafft hat: U N G L A U B L I C H !!!

Mein Vorsatz: Ich werde nie rauchen!